David Bilang
Die Mitte | 18.06.6
Sozialstaat, Familie & Gesundheit
Förderung gemeinnütziger Wohnungsbau
Soll der Kanton den gemeinnützigen Wohnungsbau finanziell stärker fördern (z.B. finanzielle Unterstützung von Wohnbaugenossenschaften)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Ergänzungsleistungen für Familien
Sollen im Kanton Bern Ergänzungsleistungen für Familien mit tiefem Einkommen eingeführt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Neue kantonale Ergänzungsleistungen für Familien lehne ich ab. Bestehende Instrumente sollten gezielt verbessert und besser koordiniert werden. Wichtig ist eine saubere Ausgestaltung, damit Anreize stimmen und Fehlsteuerungen vermieden werden.
Verschärfung Sozialhilfe
Befürworten Sie Verschärfungen im Bereich der Sozialhilfe (z.B. vereinfachte Überwachung bei Verdacht auf Missbrauch)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Soziale Verantwortung heisst auch: Missbrauch konsequent bekämpfen, aber rechtsstaatlich und verhältnismässig (nur bei begründetem Verdacht, klare Verfahren, Schutz vor Pauschalverdacht). So bleibt Sozialhilfe glaubwürdig, ohne Betroffene unnötig zu stigmatisieren.
Ausbau Elternzeit
Soll die bezahlte Elternzeit über die aktuellen 14 Wochen Mutterschaftsurlaub und zwei Wochen Vaterschaftsurlaub hinaus ausgebaut werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Grundsätzlich bin ich dafür, jedoch müsste dies auf nationaler Ebene geregelt werden.
Erhöhung Prämienverbilligung
Soll die Prämienverbilligung erhöht werden, so dass niemand mehr als 10% seines verfügbaren Einkommens für die Krankenversicherung bezahlen muss?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich setze mich für gezielte Entlastungen bei den Krankenkassenprämien ein – die jüngste Erhöhung der Prämienverbilligungen zeigt, dass wir hier bereits konkrete Schritte machen. Eine starre 10‑Prozent‑Obergrenze halte ich jedoch nicht für sinnvoll. Entscheidend ist für mich, dass wir die Kosten im Gesundheitswesen nachhaltig dämpfen, statt uns an fixen Quoten festzuklammern. Dies sollte ausserdem auf nationaler Ebene geregelt werden.
Kantonale Spitalplanung
Befürworten Sie eine stärkere Steuerung der Spitalplanung und Gesundheitsversorgung durch den Kanton (z.B. Konzentration der Gesundheitsleistungen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Koordinierte Spitalpolitik, Effizienz und Abbau von Doppelstrukturen sowie ambulant vor stationär. Eine stärkere kantonale Steuerung (inkl. Konzentration dort, wo sinnvoll) ist konsistent, unter der Bedingung, dass Grundversorgung regional gesichert bleibt.
Schule & Bildung
Integrative Schule
Gemäss dem Konzept der integrativen Schule werden Kinder mit Lernschwierigkeiten oder Behinderungen grundsätzlich in regulären Schulklassen unterrichtet. Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass dieses Modell an seine Grenzen kommt. Lernschwache Kinder erhalten durch dieses System nicht die benötigte Unterstützung und lernstarke Kinder werden ausgebremst.
Separativer Unterricht
Sollten Kinder mit geringen Deutschkenntnissen zunächst in separaten Klassen unterrichtet werden, bis sie ein bestimmtes Sprachniveau erreicht haben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich setze klar auf Bildungserfolg und gelingende Integration. Temporäre, gezielte Sprachförderung in separaten Settings kann aus meiner Sicht sinnvoll sein – vorausgesetzt, sie ist klar befristet und bereitet den Übergang in die Regelklassen aktiv vor. Für mich zählt die Wirksamkeit und eine schnelle Integration, nicht eine Separation, die zum Selbstzweck wird.
Erste Fremdsprache Englisch
Soll im Kanton Bern anstelle einer Landessprache (Französisch bzw. Deutsch) Englisch als erste Fremdsprache unterrichtet werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Kanton Bern ist zweisprachig. Eine weitere Vernachlässigung der von Deutsch oder Französisch gefährdet den Zusammenhalt und die Verständigung.
Gleiche Bildungschancen
Soll sich der Kanton stärker für gleiche Bildungschancen einsetzen (z.B. mit Förderunterricht-Gutscheinen für Schüler/-innen aus Familien mit geringem Einkommen, Erhöhung Stipendien)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Gleiche Bildungschancen sind eine zentrale Voraussetzung für eine funktionierende Demokratie und Auftstiegschancen. Der Kanton soll dort unterstützen, wo Kinder und Jugendliche aufgrund ihrer sozialen Herkunft benachteiligt sind. Fördermassnahmen müssen jedoch gezielt und bedarfsorientiert eingesetzt werden und dürfen nicht nach dem Giesskannenprinzip erfolgen.
Migration & Integration
Stimmrecht für Ausländer/-innen
Sollen Ausländer/-innen, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz leben, das Stimm- und Wahlrecht auf Gemeindeebene im Kanton Bern erhalten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Politische Rechte sollen an die Staatsbürgerschaft gebunden bleiben. Die Einbürgerung ist ein wichtiges Zeichen der Integration und des langfristigen Engagements für die Schweiz. Wer politisch mitbestimmen will, soll diesen Schritt bewusst gehen.
Direkte Aufnahme von Geflüchteten
Soll sich der Kanton Bern dafür einsetzen, dass mehr Geflüchtete aus Lagern direkt vor Ort (z.B. Griechenland, Gaza) in der Schweiz aufgenommen werden (sogenannte Resettlement-Flüchtlinge)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Schweiz soll Geflüchteten in den Herkunfts- und Nachbarregionen wirksam helfen. Eine massvolle Einwanderungspolitik mit Fokus auf gelingende Integration ist nachhaltiger als zusätzliche Resettlement-Programme.
Integrationsförderung Ausländer/-innen
Soll der Kanton Bern Ausländer/-innen bei der Integration stärker unterstützen (z.B. ausgebaute Sprachförderung, zusätzliche Sozialarbeiter/-innen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Für Ausländerinnen und Ausländer, die langfristig in der Schweiz bleiben, braucht es ausreichend gute Integrationsangebote. Besonders bei Jugendlichen sind Sprachförderung und Begleitung entscheidend, um eine nachhaltige Integration in Schule, Arbeitsmarkt und Gesellschaft zu ermöglichen.
Verschärfung Einbürgerungsrecht
Soll das kantonale Einbürgerungsgesetz verschärft werden (z.B. höhere Sprachkenntnisse)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Einbürgerung soll klare und anspruchsvolle Kriterien haben. Da das kantonale Einbürgerungsgesetz jedoch erst kürzlich verschärft wurde, sehe ich derzeit keinen zusätzlichen Handlungsbedarf.
Bezahlkarten für Asylsuchende
Begrüssen Sie die Einführung von Bezahlkarten für Asylsuchende (anstelle von Bargeld)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Bezahlkarten können dazu beitragen, den Missbrauch von Unterstützungsleistungen zu reduzieren und sicherzustellen, dass die Mittel für den vorgesehenen Lebensunterhalt eingesetzt werden.
Kündigung Bilaterale Verträge
Soll die Schweiz die Bilateralen Verträge mit der EU kündigen und ein Freihandelsabkommen ohne Personenfreizügigkeit anstreben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die bilateralen Verträge mit der EU haben Wohlstand, gute Handelsbeziehungen und Stabilität gebracht. Es ist im Interesse der Schweiz, diesen Weg fortzuführen und sorgfältig zu pflegen. Gleichzeitig akzeptiere ich keinen Verlust von Souveränität – nationale Entscheidungsfreiheit muss gewahrt bleiben.
Gesellschaft, Kultur & Ethik
Erneuerung Kunstmuseum Bern
Der Kanton möchte sich mit rund 81 Mio. CHF an der Sanierung und dem Ersatzneubau des Kunstmuseums Bern beteiligen (Sanierung Altbau und Ersatz des sog. Atelier-5 Erweiterungsbaus). Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Sanierung des historischen Altbaus und der Ersatz des stark sanierungsbedürftigen Atelier-5-Baus sind für den langfristigen Betrieb des Kunstmuseums Bern notwendig. Das Projekt sichert ein bedeutendes kulturelles Aushängeschild des Kantons und wird durch Beiträge Dritter mitgetragen.
Legalisierung Cannabis
Soll sich der Kanton Bern für eine Legalisierung von Cannabis einsetzen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine kontrollierte Legalisierung von Cannabis reduziert den Schwarzmarkt, verbessert den Jugendschutz und ermöglicht gezielte Hilfe für Süchtige. Cannabis ist gesundheitlich weniger schädlich als Alkohol, der gesellschaftlich stark akzeptiert ist. Deshalb sollte sich der Kanton Bern Studien zur Forschung sowie die Legalisierung einsetzen.
Verbot geschlechtsneutraler Sprache
Soll kantonalen Stellen (Behörden, Schulen) die Verwendung von geschlechtsneutraler Sprache mittels Genderstern oder ähnlichen Zeichen in der schriftlichen Kommunikation verboten werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich lehne starre Verbote geschlechtsneutraler Sprache ab. Sprache sollte verständlich und situationsgerecht eingesetzt werden. Ein gesetzliches Verbot wäre unverhältnismässig und kein sinnvoller Schwerpunkt kantonaler Politik.
Tierische Produkte in Kantinen
Sollen kantonseigene Kantinen und Personalrestaurants eine Verpflegung mit tierischen Produkten anbieten müssen (z.B. Verzicht auf rein vegane Mensen an der Universität)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Es gibt keinen sachlichen Grund, Kantinen gesetzlich zu verpflichten, tierische Produkte anzubieten. Vielfalt der Angebote und Nachfrage sollten über das Angebot entscheiden, nicht Vorschriften.
Direkte Medienförderung
Befürworten Sie eine direkte Medienförderung durch den Kanton (z.B. finanzielle Unterstützung von Medien für die regionale und kantonale Berichterstattung)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich lehne eine direkte Medienförderung durch den Kanton ab. Es gibt bereits nationale Förderprogramme, die die regionale und kantonale Berichterstattung ausreichend unterstützen. Zusätzliche kantonale Mittel sind nicht notwendig.
Finanzierung Landeskirchen
Der Kanton Bern unterstützt die Landeskirchen jährlich mit rund 73 Millionen Franken (Sockelbeitrag und gesamtgesellschaftliche Leistungen). Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Kanton Bern sollte strikt säkular sein. Zwar erbringen Kirchen gesellschaftliche Leistungen, diese können jedoch wie bei anderen Non-Profit-Organisationen über gezielte Leistungsvereinbarungen finanziert werden. Pauschale Zahlungen nach dem Giesskannenprinzip sind nicht gerechtfertigt.
Finanzen & Steuern
Steuersenkung
Befürworten Sie die geplante Senkung der Steueranlage auf kantonaler Ebene in den nächsten vier Jahren?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Kanton Bern hat im Vergleich zu anderen Kantonen hohe Steuern. Eine Senkung der Steueranlage entlastet den Mittelstand und stärkt die Wirtschaft, was langfristig allen zugutekommt.
Lockerung Schuldenbremse
Soll die kantonale Schuldenbremse gelockert werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Schweiz zeigt, dass eine restriktive Finanzpolitik langfristig Stabilität schafft. Der Kanton Bern sollte diesem Beispiel folgen und die Schuldenbremse nicht lockern.
Individualbesteuerung
Sollen Ehepaare künftig als Einzelpersonen besteuert werden (Individualbesteuerung)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Individualbesteuerung würde einen erheblichen administrativen Aufwand verursachen und neue Ungerechtigkeiten schaffen. Eine bessere Lösung ist die Initiative „Faire Steuern“ der Mitte, bei der Ehepaare weiterhin nur eine Steuererklärung einreichen, aber bei Bedarf von der Individualberechnung profitieren können.
Anpassung Finanzausgleich
Der Kanton Bern hat den Finanzausgleich so angepasst, dass die Städte Burgdorf und Langenthal neu für Zentrumslasten entschädigt werden und die Stadt Bern weniger Geld erhält. Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der angepasste Finanzausgleich begünstigt einzelne Städte wie Burgdorf und Langenthal, während andere Zentren wie Bern und Biel Geld verlieren, obwohl sie ebenfalls grosse Zentrumsfunktionen haben. Eine gerechtere Berücksichtigung aller Städte wäre sinnvoller.
Steuer auf Zweitliegenschaften
Soll der Kanton Bern im Zuge der Abschaffung des Eigenmietwerts eine zusätzliche Steuer auf Zweitliegenschaften ermöglichen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Zweitliegenschaften sind nicht lebensnotwendig. Eine zusätzliche Steuer kann dazu beitragen, die finanziellen Einbussen aus der Abschaffung des Eigenmietwerts auszugleichen und sorgt für eine faire Belastung der Eigentümerinnen und Eigentümer von Zweitliegenschaften.
Wirtschaft & Arbeit
Teilprivatisierung BEKB
Soll der Kanton Bern seine Beteiligung an der Berner Kantonalbank (BEKB) auf unter 50 Prozent reduzieren (Teilprivatisierung)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die BEKB ist für den Kanton ein wichtiges strategisches Instrument für Stabilität und die Finanzierung von KMU. Eine Reduktion der kantonalen Beteiligung unter 50 Prozent würde den Einfluss schwächen, ohne einen klaren Mehrwert zu schaffen.
Kantonaler Mindestlohn
Befürworten Sie die Einführung eines für alle Arbeitnehmenden gültigen Mindestlohnes von CHF 4'200 für eine Vollzeitstelle (ca. CHF 24 pro Stunde)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein kantonsweit einheitlicher Mindestlohn greift stark in den Arbeitsmarkt ein und gefährdet Arbeitsplätze, insbesondere bei KMU und in Randregionen. Bewährt haben sich branchenspezifische Lösungen und die Sozialpartnerschaft. Eine kantonale Regelung ist nicht sinnvoll, wenn dann nur auf nationaler Ebene.
Liberalisierung Geschäftsöffnungszeiten
Befürworten Sie eine vollständige Liberalisierung der Geschäftsöffnungszeiten (Festlegung nach freiem Ermessen unter Berücksichtigung des Arbeitsgesetzes)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Unternehmen sollen selbst entscheiden können, wann ihre Geschäfte geöffnet haben, unter Berücksichtigung des Arbeitsgesetzes. Dies entspricht den heutigen Bedürfnissen der Kundinnen und Kunden, fördert Flexibilität und schafft Arbeitsplätze.
Lohngleichheit Frauen/Männer
Befürworten Sie eine strengere Kontrolle der Lohngleichheit von Frauen und Männern (z.B. bei Unternehmen, die kantonale Aufträge erhalten)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Für Lohngleichheit bestehen bereits nationale Vorgaben und Kontrollinstrumente. Zusätzliche kantonale Regulierungen schaffen kaum Mehrwert und erhöhen vor allem den administrativen Aufwand für Unternehmen unnötig.
Regulierung Taxi-Plattformen
Befürworten Sie eine stärkere Regulierung von Plattformen, die Taxidienste vermitteln (z.B. Bewilligungspflicht für Uber-Taxis)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Neue Plattformen sollen fair in bestehende Regelungen eingebunden werden, ohne Innovation unnötig zu behindern. Zusätzliche kantonale Regulierungen sind nur dort sinnvoll, wo klare Wettbewerbsverzerrungen oder Vollzugsprobleme bestehen.
Service Public im ländlichen Raum
Soll der Kanton das Service-Public-Angebot (z.B. öffentlicher Verkehr, Verwaltungsdienstleistungen) in ländlichen Gebieten stärker unterstützen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Gleichwertige Lebensverhältnisse im ganzen Kanton sind wichtig. Der Service public muss auch in ländlichen Regionen zuverlässig gewährleistet werden, um Zusammenhalt, Standortattraktivität und Versorgungssicherheit zu sichern.
Umwelt & Energie
Aufhebung AKW-Neubauverbot
Soll sich der Kanton Bern für eine Aufhebung des Verbots für neue Atomkraftwerke einsetzen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Bau neuer Atomkraftwerke ist aufgrund der extrem hohen Investitionskosten wenig sinnvoll. Bestehende AKWs können jedoch sicher aufgerüstet werden, weshalb ein generelles Verbot nicht gerechtfertigt ist. Der Fokus der Energiepolitik sollte aber weiterhin auf erneuerbaren Energien liegen.
Ökologische Auflagen Landwirtschaft
Soll der Kanton die ökologischen Anforderungen für verpachtete Landwirtschaftsflächen erhöhen (z.B. Verbot synthetischer Pestizide)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Auf kantonseigenen Pachtflächen kann der Kanton mit gutem Beispiel vorangehen. Höhere ökologische Anforderungen sind sinnvoll, sofern sie praxisnah ausgestaltet sind und die Bewirtschaftenden angemessen begleiten.
Förderung erneuerbarer Energien
Sollen die kantonalen Förderbeiträge für erneuerbare Energie im Gebäudebereich erhöht werden (z.B. für Heizungsersatz oder Ladeinfrastruktur für Elektromobilität)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Kanton kann mit gezielten Förderbeiträgen Anreize für den Umstieg auf erneuerbare Energien im Gebäudebereich setzen. Ergänzend zu den nationalen Massnahmen sind kantonale Programme sinnvoll, sofern sie wirksam und finanzierbar ausgestaltet sind
Strengerer Tierschutz
Befürworten Sie strengere Tierschutzregelungen für die Haltung von Nutztieren (z.B. permanenter Zugang zum Aussenbereich)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Strengere Tierschutzregelungen wie permanenter Zugang zum Aussenbereich sind sinnvoll und erhöhen das Tierwohl. Gleichzeitig muss darauf geachtet werden, dass Schweizer Fleisch nicht durch billiges Importfleisch verdrängt wird, um die heimische Landwirtschaft zu schützen.
Ausbau Wasserkraft
Befürworten Sie einen Ausbau der Wasserkraftwerke im Grimsel- und Sustengebiet?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Energiewende ist ohne den Ausbau erneuerbarer Energien nicht machbar. Wer erneuerbare Energien will, muss auch bereit sein, entsprechende Projekte umzusetzen. Der Ausbau der Wasserkraft im Grimsel- und Sustengebiet ist deshalb konsequent und notwendig.
Schutz Grossraubtiere
Soll der Kanton Bern den Schutz der Grossraubtiere (Wolf und Luchs) stärker gewichten (z.B. Reduktion der präventiven Abschüsse)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Schutz von Grossraubtieren ist wichtig, insbesondere beim Luchs. Beim Wolf hat sich die Population in den letzten Jahren jedoch stark erhöht, weshalb eine massvolle Regulierung sinnvoll ist. Nur so kann langfristig Akzeptanz für den Artenschutz erhalten bleiben.
Verkehr
ÖV-Ausbau
Soll der Kanton mehr Mittel für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs bereitstellen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der öffentliche Verkehr ist eine zentrale Säule des Service public im grossen und vielfältigen Kanton Bern und bereits gut ausgebaut. Deshalb sehe ich aktuell keinen Bedarf für zusätzliche Mittel.
Autobahnausbau
Befürworten Sie den geplanten Ausbau der Autobahn A1/A6 bei Bern (u.a. Bypass Bern Ost, Anschluss Wankdorf, Spurausbau Wankdorf-Schönbühl)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Engpässe im Nationalstrassennetz rund um Bern führen zu Staus und Ausweichverkehr. Ein massvoller Ausbau soll zur Entlastung beitragen.
Ausbau Langsamverkehr
Soll im Kanton Bern die Infrastruktur für den Langsamverkehr (z.B. Velowege) schneller ausgebaut werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Langsamverkehr gewinnt an Bedeutung, insbesondere in Agglomerationen. Der Kanton kann den Ausbau unterstützen, wobei Planung und Umsetzung weiterhin eine wichtige Aufgabe der Gemeinden bleiben.
Verbot Tempo 30
Befürworten Sie ein Verbot von Tempo 30 auf verkehrsorientierten Strassen innerorts?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Entscheidend ist der Begriff «verkehrsorientiert». Auf solchen Strassen soll der Verkehrsfluss gewährleistet bleiben; aus meiner Sicht sind pauschale Tempo-30-Regelungen dort nicht sinnvoll und sollen nur bei klarer sachlicher Begründung angewendet werden.
Politisches System & Digitalisierung
Digitale Kantonsverwaltung
Soll der Kanton dazu übergehen, seine Dienstleistungen nur noch digital anzubieten ("Digital-Only"-Prinzip)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine umfassende Digitalisierung der kantonalen Dienstleistungen ist wichtig und hier besteht im Kanton Bern noch Handlungsbedarf. Ein striktes Digital-Only-Prinzip lehne ich jedoch ab, da ältere oder weniger digital affine Personen nicht abgehängt werden dürfen.
Digitale Unterschriftensammlung
Soll sich der Kanton für die Einführung von E-Collecting einsetzen (digitale Unterschriftensammlung für Volksinitiativen und Referenden)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
E-Collecting kann die politische Partizipation erleichtern und Prozesse modernisieren. Voraussetzung sind hohe Anforderungen an Datensicherheit, Transparenz und Missbrauchsschutz. Die Hauptzuständigkeit liegt dabei aus meiner Sicht auf nationaler Ebene.
Ausbau Entwicklungszusammenarbeit
Soll der Kanton Bern sein finanzielles Engagement bei der Entwicklungszusammenarbeit ausbauen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Entwicklungszusammenarbeit ist primär Aufgabe des Bundes. Der Kanton Bern soll sich auf seine Kernaufgaben konzentrieren und sein finanzielles Engagement in diesem Bereich nicht ausbauen.
Strikte Neutralitätspolitik
Soll die Schweiz ihre Neutralität strikter auslegen (Verzicht auf wirtschaftliche Sanktionen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ich befürworte eine aktive und verantwortungsvolle Neutralität. Wirtschaftliche Sanktionen bei schweren Völkerrechtsverletzungen sind ein legitimes Instrument. Eine starre Auslegung der Neutralität würde den aussenpolitischen Handlungsspielraum der Schweiz unnötig einschränken. Gleichzeitig sollte die Schweiz bei Sanktionen keine Vorreiterrolle übernehmen.
Sicherheit & Polizei
Ausbau Videoüberwachung
Befürworten Sie einen Ausbau der Videoüberwachung im öffentlichen Raum?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Videoüberwachung ist gezielt an neuralgischen Orten sinnvoll, wo sie nachweislich zur Prävention und Aufklärung beiträgt. Voraussetzung sind klare gesetzliche Grundlagen, Verhältnismässigkeit und ein konsequenter Datenschutz. Ein flächendeckender Ausbau ohne konkreten Bedarf lehne ich ab.
Polizeidienst für Ausländer/-innen
Im Kanton Bern ist für den Polizeidienst die Schweizer Staatsangehörigkeit erforderlich. Sollen in Zukunft auch Ausländer/-innen mit C-Niederlassungsbewilligung zugelassen werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Staatsangehörigkeit ist ein wichtiger Bestandteil der Identifikation mit unserer Gesellschaft und dem Rechtsstaat. Gerade bei hoheitlichen Aufgaben wie dem Polizeidienst sehe ich keinen Handlungsbedarf, von der bestehenden Regelung abzuweichen.
Verschärfter Umgang mit Demonstrationen
Soll der Umgang mit Demonstrationen verschärft werden (Verschärfung Bewilligungspflicht, härteres Durchgreifen der Polizei bei unbewilligten Demonstrationen, konsequentere Verrechnung von Polizeikosten)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die letzten Demonstrationen haben gezeigt, dass sich gewaltbereite Chaoten zu sicher fühlen. Es braucht griffigere Massnahmen, um Gewalt einzudämmen, die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten und unbewilligte Demonstrationen konsequenter zu ahnden.
Nationalität in Polizeimeldungen
Soll im Kanton Bern in Polizeimeldungen standardmässig die Nationalität von Tatverdächtigen genannt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Transparenz in der Polizeikommunikation ist wichtig. Angaben zur Herkunft können sachlich erfolgen, wenn sie für das Verständnis des Falles relevant sind; pauschale oder stigmatisierende Darstellungen sind dabei zu vermeiden.
Erhöhte Polizeipräsenz
Befürworten Sie eine stärkere sichtbare Präsenz der Polizei?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Eine angemessene sichtbare Polizeipräsenz kann zur Prävention beitragen und das Sicherheitsgefühl erhöhen. Entscheidend ist ein verhältnismässiger Einsatz, der Dialog und Deeskalation mit einschliesst.
Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Kommentar
Die Schweiz zeigt, dass eine ausgewogene soziale Marktwirtschaft ein Erfolgsmodell ist. Freie Märkte schaffen Wohlstand, brauchen aber soziale und staatliche Ausgleichsmechanismen, damit langfristig möglichst viele profitieren.
Vollzeit-Kinderbetreuung
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Für ein Kind ist es am besten, wenn ein Elternteil Vollzeit für die Kinderbetreuung zu Hause bleibt."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Kommentar
Ob ein Elternteil Vollzeit für die Kinderbetreuung zu Hause bleibt, sollte individuell entschieden werden. Familien müssen die Freiheit haben, das Modell zu wählen, das für sie am besten funktioniert.
Bestrafung Krimineller
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Kommentar
Jede Person verdient eine zweite Chance. Die Praxis in der Schweiz zeigt, dass Wiedereingliederung grundsätzlich gut funktioniert. Bei Wiederholungstätern oder schweren Straftaten braucht es jedoch konsequentere und härtere Strafen.
Umweltschutz
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zu Lasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
Kommentar
Die Schweiz unternimmt bereits viel für den Umweltschutz. Entscheidend ist, dass globale Hauptverursacher stärker zur Verantwortung gezogen werden.
Kommentar
Die Hauptverantwortung für den gemeinnützigen Wohnungsbau liegt bei den Gemeinden und privaten Akteuren. Kantonale Fördermittel sollten gezielt und zurückhaltend eingesetzt werden, statt die Förderung generell auszubauen.