Samuel Weibel
Grünliberale Partei | 17.11.6
Sozialstaat, Familie & Gesundheit
Förderung gemeinnütziger Wohnungsbau
Soll der Kanton den gemeinnützigen Wohnungsbau finanziell stärker fördern (z.B. finanzielle Unterstützung von Wohnbaugenossenschaften)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Ergänzungsleistungen für Familien
Sollen im Kanton Bern Ergänzungsleistungen für Familien mit tiefem Einkommen eingeführt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Verantwortung liegt bei Gemeinden. - Ergänzungsleistungen für Familien mit tiefem Einkommen sind grundsätzlich sinnvoll. Kinder sollen kein Armutsrisiko darstellen. Leistungen sollen gezielt erfolgen und Motivation für Arbeitstätigkeit nicht unterminieren. Arbeit muss sich lohnen.
Verschärfung Sozialhilfe
Befürworten Sie Verschärfungen im Bereich der Sozialhilfe (z.B. vereinfachte Überwachung bei Verdacht auf Missbrauch)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Gesellschaftliches Bekenntnis zur Sozialhilfe basiert auf Gewissheit, dass Sozialhilfesystem nicht missbraucht wird. Ist das nicht gewährleistet, erodiert der gesellschaftliche Konsens. Technische Hilfsmittel ermöglichen heute automatisiert eine einfachere Prüfung auf Missbräuche. Wichtig dabei sind klare rechtliche Regelungen hinsichtlich des Einsatzes digitaler Prüftechniken und dass diese eingehalten werden.
Ausbau Elternzeit
Soll die bezahlte Elternzeit über die aktuellen 14 Wochen Mutterschaftsurlaub und zwei Wochen Vaterschaftsurlaub hinaus ausgebaut werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Vaterschaftsurlaub soll ausgebaut werden, damit beide Elternteile die Frühphase der Kindesentwicklung intensiv erleben und sich an der Kinderbetreuung beteiligen können.
Erhöhung Prämienverbilligung
Soll die Prämienverbilligung erhöht werden, so dass niemand mehr als 10% seines verfügbaren Einkommens für die Krankenversicherung bezahlen muss?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Prämienverbilligungen, die sich über sämtliche Einkommensklassen hinweg am gleichen Prozentsatz orientieren, sind ineffizient und unfair. Verbilligungen sind abgestuft nach Einkommen zu staffeln. - Prämienverbilligungen müssen sicherstellen, dass Krankenkassenprämien kein Armutsrisiko darstellen und gezielt erfolgen. - Vor allem aber müssen die Gesundheitskosten nachhaltig gesenkt werden (Fehlanreize im System, Mengenausweitung von Leistungen).
Kantonale Spitalplanung
Befürworten Sie eine stärkere Steuerung der Spitalplanung und Gesundheitsversorgung durch den Kanton (z.B. Konzentration der Gesundheitsleistungen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Planung muss auch bundesweit bzw. zwischen den Kantonen erfolgen.
Schule & Bildung
Integrative Schule
Gemäss dem Konzept der integrativen Schule werden Kinder mit Lernschwierigkeiten oder Behinderungen grundsätzlich in regulären Schulklassen unterrichtet. Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Integration von Kindern mit leichteren Lernschwierigkeiten in Regelklassen ist sinnvoll und kann die Sozialkompetenz einer Klasse stärken. Wird der Anteil von Kindern mit Lernschwierigkeiten, Behinderungen oder Verhaltensauffälligkeiten zu gross, kann das zu sinkendem Lernniveau, mangelnder Förderung der verschiedenen Gruppen, Überlastung der Lehrpersonen und hohem Personalbedarf führen. Zugunsten des Kindeswohl sind hier Förderklassen und sonderpädagogische Settings sinnvoller.
Separativer Unterricht
Sollten Kinder mit geringen Deutschkenntnissen zunächst in separaten Klassen unterrichtet werden, bis sie ein bestimmtes Sprachniveau erreicht haben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Kinder ohne jede Deutschkenntnisse können einem Regelunterricht sprachlich nicht folgen. Bis zum Erreichen minimaler Sprachkenntnisse sind deshalb Separatklassen sinnvoll. Nach einigen Monaten soll aus sozialen Gründen wie auch zugunsten des Spracherwerbs ein Übertritt in reguläre Schulklasse erfolgen, begleitet durch sprachspezifischen Förderunterricht.
Erste Fremdsprache Englisch
Soll im Kanton Bern anstelle einer Landessprache (Französisch bzw. Deutsch) Englisch als erste Fremdsprache unterrichtet werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Erste Fremdsprache soll zugunsten des nationalen Zusammenhalts und der schweizweiten Verständigung eine andere Landessprache sein. Dies soll aber erst in der Oberstufe erfolgen. Frühfranzösisch hat sich nicht bewährt. - Der Englisch-Unterricht zur Vermittlung der internationalen Standardsprache soll gleichzeitig einsetzen.
Gleiche Bildungschancen
Soll sich der Kanton stärker für gleiche Bildungschancen einsetzen (z.B. mit Förderunterricht-Gutscheinen für Schüler/-innen aus Familien mit geringem Einkommen, Erhöhung Stipendien)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Bildungserfolg von Kindern darf nicht vom Einkommen und Vermögen der Eltern abhängen. - Die Höhe von Stipendien muss zielgerichtet erfolgen, zeitlich begrenzt sein und darf die Motivation für eine studienbegleitende Arbeitstätigkeit nicht unterminieren. Nebenjobs müssen sich lohnen.
Migration & Integration
Stimmrecht für Ausländer/-innen
Sollen Ausländer/-innen, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz leben, das Stimm- und Wahlrecht auf Gemeindeebene im Kanton Bern erhalten?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Stimm- und Wahlrecht darf kein Automatismus sein, sondern muss vom Bekenntnis zu gemeinsamen Werten, Idealen und gesellschaftlicher Integration abhängen.
Direkte Aufnahme von Geflüchteten
Soll sich der Kanton Bern dafür einsetzen, dass mehr Geflüchtete aus Lagern direkt vor Ort (z.B. Griechenland, Gaza) in der Schweiz aufgenommen werden (sogenannte Resettlement-Flüchtlinge)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der Umgang mit Resettlement-Flüchtlingen ist Bundesangelegenheit. - Die gezielte Aufnahme von Resettlement-Flüchtlingen kann aber sinnvoll sein. Die Flüchtlingsthematik kann nur EU-/EFTA-weit angegangen werden. Das Schengen-Prinzip funktioniert nur, wenn die Staaten an der Schengen-Aussengrenze durch Binnenstaaten entlastet werden, indem diese Flüchtlinge bei sich aufnehmen.
Integrationsförderung Ausländer/-innen
Soll der Kanton Bern Ausländer/-innen bei der Integration stärker unterstützen (z.B. ausgebaute Sprachförderung, zusätzliche Sozialarbeiter/-innen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Integration und Sprachkenntnisse sind Schlüssel fürs Funktionieren einer Gesellschaft. Die Förderungen müssen zielorientiert erfolgen und setzen das Engagement der Betroffenen voraus. Fehlt dieses, muss es eingefordert werden, - Bei klarer Verweigerung im Asylbereich muss sich dies im Verfahren niederschlagen.
Verschärfung Einbürgerungsrecht
Soll das kantonale Einbürgerungsgesetz verschärft werden (z.B. höhere Sprachkenntnisse)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Sprachkenntnisse sind entscheidend für eine gesellschaftliche Integration. Die Anforderungen im Einbürgerungsverfahren wurden aber erst gerade vor wenigen Jahren erhöht.
Bezahlkarten für Asylsuchende
Begrüssen Sie die Einführung von Bezahlkarten für Asylsuchende (anstelle von Bargeld)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Diese technische Massnahme verhindert während des Asylprozesses die Überweisung von Sozialgeldern ins Ausland. Dies mindert die Attraktivität der Schweiz für Wirtschaftsflüchtlinge. Gleichzeitig stärkt es die gesellschaftliche Akzeptanz der Sozialhilfe, wenn Missbräuche minimiert werden. - Nach Gewährung des Asylstatus ist die Massnahme zu beenden.
Kündigung Bilaterale Verträge
Soll die Schweiz die Bilateralen Verträge mit der EU kündigen und ein Freihandelsabkommen ohne Personenfreizügigkeit anstreben?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Bilateralen Verträge bringen der Schweiz grosse Vorteile: Zugang zum EU-Binnenmarkt für Schweizer Unternehmen, Personenfreizügigkeit für den Arbeitskräftebedarf, Stärkung von Innovation durch Forschungskooperation, Rechtssicherheit und politische Verlässlichkeit. - Die EU bildet ein erfolgreiches Friedensprojekt, das Europa durch wirtschaftliche Integration und politische Zusammenarbeit seit dem Zweiten Weltkrieg Frieden sicherte. - Dies darf nicht aufs Spiel gesetzt werden.
Gesellschaft, Kultur & Ethik
Erneuerung Kunstmuseum Bern
Der Kanton möchte sich mit rund 81 Mio. CHF an der Sanierung und dem Ersatzneubau des Kunstmuseums Bern beteiligen (Sanierung Altbau und Ersatz des sog. Atelier-5 Erweiterungsbaus). Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Legalisierung Cannabis
Soll sich der Kanton Bern für eine Legalisierung von Cannabis einsetzen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Verbot geschlechtsneutraler Sprache
Soll kantonalen Stellen (Behörden, Schulen) die Verwendung von geschlechtsneutraler Sprache mittels Genderstern oder ähnlichen Zeichen in der schriftlichen Kommunikation verboten werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Sprache ist das Resultat von gesellschaftlicher Praxis, Debatten und Aushandlungsdiskursen. Kantonale Stellen sollten in ihrer schriftlichen Kommunikation die gesellschaftlich akzeptierten Praktiken übernehmen. - Hinsichtlich Verwendung diskriminierungsfreier Sprache zeichnet sich ein gesellschaftlicher Konsens für Beid-Nennungen und Neutralformen ab. Für Gender-Zeichen zur mehrgeschlechtlichen Schreibweise besteht indes (noch) kein breiter Konsens.
Tierische Produkte in Kantinen
Sollen kantonseigene Kantinen und Personalrestaurants eine Verpflegung mit tierischen Produkten anbieten müssen (z.B. Verzicht auf rein vegane Mensen an der Universität)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Kantonseigene Verpflegungsstätten haben keinen ernährungserzieherischen Auftrag, sondern müssen wirtschaftlich handeln. - Besteht die Nachfrage nach tierischen Produkten, sollen sie entsprechende Menüs anbieten. Besteht dagegen keine Nachfrage, sollen sie nicht dazu verpflichtet werden.
Direkte Medienförderung
Befürworten Sie eine direkte Medienförderung durch den Kanton (z.B. finanzielle Unterstützung von Medien für die regionale und kantonale Berichterstattung)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Qualitätsvolle Medienberichterstattung auch zu regionalen und kantonalen Themen ist für die Meinungsbildung in einer Direkten Demokratie zentral. Hierzu ist die qualitätsvolle redaktionelle Arbeit zu fördern, nicht aber einzelne Medien an sich. Die öffentliche Hand muss das Erbringen qualitätsvoller Berichterstattung unterstützen, nicht einzelne Medienhäuser.
Finanzierung Landeskirchen
Der Kanton Bern unterstützt die Landeskirchen jährlich mit rund 73 Millionen Franken (Sockelbeitrag und gesamtgesellschaftliche Leistungen). Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Das schweizerische Staatswesen basiert auf der laizistischen Trennung von Kirche und Staat. - Die Landeskirchen erbringen wichtige soziale und gesamtgesellschaftliche Leistungen. Der Staat soll diese Leistungen im Rahmen von Leistungsverträgen abgelten, die Kirchen aber nicht direkt finanzieren.
Finanzen & Steuern
Steuersenkung
Befürworten Sie die geplante Senkung der Steueranlage auf kantonaler Ebene in den nächsten vier Jahren?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Durch seine hohen Steuern sind der Kanton Bern und dessen Gemeinden im interkantonalen Vergleich nicht wettbewerbsfähig. Um finanziell attraktive Firmen und Privatpersonen anzuziehen, ist eine Senkung des Steuerfusses überfällig.
Lockerung Schuldenbremse
Soll die kantonale Schuldenbremse gelockert werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Schuldenbremse begrenzt die Neuverschuldung des Staates, um Staatsdefizite zu stabilisieren und strukturelle Defizite zu vermeiden. Die relativ niedrige Staatsverschuldung und finanzpolitische Stabilität der Schweiz ist ein internationaler Erfolgsfaktor der Schweiz. Dieser darf nicht aufs Spiel gesetzt werden.
Individualbesteuerung
Sollen Ehepaare künftig als Einzelpersonen besteuert werden (Individualbesteuerung)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die steuerliche Diskriminierung ("Heiratsstrafe") von Ehepaaren gegenüber Konkubinatspaaren ist ungerecht und muss revidiert werden. Das bisherige Steuersystem, das von der Ehe als Standardmodell gemeinschaftlichen Paarlebens ausgeht, wird der heutigen Vielfalt partnerschaftlichen Zusammenlebens nicht gerecht.
Anpassung Finanzausgleich
Der Kanton Bern hat den Finanzausgleich so angepasst, dass die Städte Burgdorf und Langenthal neu für Zentrumslasten entschädigt werden und die Stadt Bern weniger Geld erhält. Befürworten Sie dies?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
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Steuer auf Zweitliegenschaften
Soll der Kanton Bern im Zuge der Abschaffung des Eigenmietwerts eine zusätzliche Steuer auf Zweitliegenschaften ermöglichen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Insbesondere Gemeinden in Tourismusregionen sind erheblich vom Wegfall des Eigenmietwerts auf Zweitliegenschaften betroffen. Die Möglichkeit einer zusätzlichen Liegenschaftssteuer auf Zweitliegenschaften hilft, die Einnahmenausfälle zu reduzieren.
Wirtschaft & Arbeit
Teilprivatisierung BEKB
Soll der Kanton Bern seine Beteiligung an der Berner Kantonalbank (BEKB) auf unter 50 Prozent reduzieren (Teilprivatisierung)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der schweizerische Bankenmarkt funktioniert auch ohne Geschäftsbanken in Kantonsbesitz. Die Staatsgarantie der Kantone stellt eine Wettbewerbsverzerrung gegenüber privatwirtschaftlichen Banken dar.
Kantonaler Mindestlohn
Befürworten Sie die Einführung eines für alle Arbeitnehmenden gültigen Mindestlohnes von CHF 4'200 für eine Vollzeitstelle (ca. CHF 24 pro Stunde)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Generelle Mindestlöhne sind wegen ihrer fehlenden Zielgenauigkeit und der Gefahr einer Preis-Lohn-Spirale abzulehnen. Branchenspezifische Lohnvereinbarungen bzw. in sozialpartnerschaftlichen GAVs geregelte Mindestlöhne werden den berufsspezifischen Anforderungen besser gerecht.
Liberalisierung Geschäftsöffnungszeiten
Befürworten Sie eine vollständige Liberalisierung der Geschäftsöffnungszeiten (Festlegung nach freiem Ermessen unter Berücksichtigung des Arbeitsgesetzes)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Lohngleichheit Frauen/Männer
Befürworten Sie eine strengere Kontrolle der Lohngleichheit von Frauen und Männern (z.B. bei Unternehmen, die kantonale Aufträge erhalten)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Berichtspflicht für KMU mit wenigen Angestellten muss sich administrativ aber in sinnvollem Rahmen halten. - Für kantonale Aufträge bestehen schon heute weit gehende Auflagen zur Lohngleichheit.
Regulierung Taxi-Plattformen
Befürworten Sie eine stärkere Regulierung von Plattformen, die Taxidienste vermitteln (z.B. Bewilligungspflicht für Uber-Taxis)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Aus Sicherheitsgründen sind Bewilligungsverfahren nötig. Hier sind die Regelungen des Kantons bereits relativ strikt. - Es sollen keine neuen wettbewerbsverzerrenden Massnahmen mit strukturerhaltenden Effekten erlassen werden.
Service Public im ländlichen Raum
Soll der Kanton das Service-Public-Angebot (z.B. öffentlicher Verkehr, Verwaltungsdienstleistungen) in ländlichen Gebieten stärker unterstützen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Der öffentliche Verkehr soll weiter ausgebaut werden, auch mit bedarfsgesteuerten Mobilitätsangeboten (On-Demand). Verwaltungsdienstleistungen sollen zugunsten der Effizienz verstärkt zentralisiert werden. Unrentable Postfilialen sollen durch Partner-Filialen, etwa integriert in Supermärkte, oder individualisierte Hausservices ersetzt werden.
Umwelt & Energie
Aufhebung AKW-Neubauverbot
Soll sich der Kanton Bern für eine Aufhebung des Verbots für neue Atomkraftwerke einsetzen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Fragen der Entsorgung (Zwischenlagerung, Endlagerung) des jahrtausendelang strahlenden Atommülls und des finanziell nicht abgedeckten Rückbaus von Kernkraftwerken sind weiterhin ungelöst. Eine Aufhebung des Verbots ist darum nicht opportun. - Stattdessen müssen die Schweiz und die Kantone nachhaltige Massnahmen im Energiebereich ergreifen: Ausbau der erneuerbaren Energien, Energieabkommen mit der EU, Förderung von energiesparendem Verhalten und Bauen.
Ökologische Auflagen Landwirtschaft
Soll der Kanton die ökologischen Anforderungen für verpachtete Landwirtschaftsflächen erhöhen (z.B. Verbot synthetischer Pestizide)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Förderung erneuerbarer Energien
Sollen die kantonalen Förderbeiträge für erneuerbare Energie im Gebäudebereich erhöht werden (z.B. für Heizungsersatz oder Ladeinfrastruktur für Elektromobilität)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Fördergelder müssen gezielt eingesetzt werden, um Fehlanreize zu vermeiden. Sie müssen positive Anreize für freiwilliges Handeln bieten, nicht aber Massnahmen finanzieren, die durch Gesetze sowieso vorgegeben sind.
Strengerer Tierschutz
Befürworten Sie strengere Tierschutzregelungen für die Haltung von Nutztieren (z.B. permanenter Zugang zum Aussenbereich)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Ausbau Wasserkraft
Befürworten Sie einen Ausbau der Wasserkraftwerke im Grimsel- und Sustengebiet?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Schutz Grossraubtiere
Soll der Kanton Bern den Schutz der Grossraubtiere (Wolf und Luchs) stärker gewichten (z.B. Reduktion der präventiven Abschüsse)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die vergleichsweise geringe Zahl an Grossraubtieren in der Schweiz ist für die Bevölkerung, die Viehzüchter und die Tourismusbranche ein Vorteil (vgl. Bärenpopulation in Kanada). - Grossraubtiere sind ökologisch wertvoll, ihre Rückkehr erfordert aber ein neues Zusammenleben von Mensch und Tier mit gegenseitiger Toleranz und Anpassung. Gesellschaftsseitig wird dies aktuell nicht umfassend mitgetragen.
Verkehr
ÖV-Ausbau
Soll der Kanton mehr Mittel für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs bereitstellen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Autobahnausbau
Befürworten Sie den geplanten Ausbau der Autobahn A1/A6 bei Bern (u.a. Bypass Bern Ost, Anschluss Wankdorf, Spurausbau Wankdorf-Schönbühl)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Ausbau Langsamverkehr
Soll im Kanton Bern die Infrastruktur für den Langsamverkehr (z.B. Velowege) schneller ausgebaut werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Verbot Tempo 30
Befürworten Sie ein Verbot von Tempo 30 auf verkehrsorientierten Strassen innerorts?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Tempo-Vorgaben sind situationsabhängig im Einzelfall festzulegen.
Politisches System & Digitalisierung
Digitale Kantonsverwaltung
Soll der Kanton dazu übergehen, seine Dienstleistungen nur noch digital anzubieten ("Digital-Only"-Prinzip)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Digitalisierung ist unabdingbar für Effizienzsteigerungen in der Verwaltung und 24/7-Services für die Bevölkerung und Wirtschaft. - Insbesondere für Privatpersonen mit geringeren Digitalkompetenzen müssen gewisse Dienstleistungen (nachfragebasiert) zusätzlich aber auch weiterhin analog angeboten werden.
Digitale Unterschriftensammlung
Soll sich der Kanton für die Einführung von E-Collecting einsetzen (digitale Unterschriftensammlung für Volksinitiativen und Referenden)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Zur Stärkung der demokratischen Mitwirkung von Gesellschaft und Individuum.
Ausbau Entwicklungszusammenarbeit
Soll der Kanton Bern sein finanzielles Engagement bei der Entwicklungszusammenarbeit ausbauen?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Entwicklungszusammenarbeit ist Bundesaufgabe. - Allfällig zu weit gehende Ausgabenkürzungen auf Bundesebene müssen durchs eidgenössisches Parlament korrigiert werden.
Strikte Neutralitätspolitik
Soll die Schweiz ihre Neutralität strikter auslegen (Verzicht auf wirtschaftliche Sanktionen)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die bewaffnete Neutralität der Schweiz besagt, sich nicht an militärischen Konflikten zwischen anderen Staaten zu beteiligen, ihre Unabhängigkeit zu sichern und das Völkerrecht einzuhalten. - Ein Verzicht auf wirtschaftliche Sanktionen würde den aussenpolitischen Handlungsspielraum unnötig verkleinern. Wirtschaftliche Sanktionen schmälern nicht die Möglichkeit einer aktiven Rolle in der Friedensförderung.
Sicherheit & Polizei
Ausbau Videoüberwachung
Befürworten Sie einen Ausbau der Videoüberwachung im öffentlichen Raum?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Ein Ausbau der Videoüberwachung stärkt die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit durch Polizei und Militär. - Wichtig sind zur Wahrung der Persönlichkeitsrechte klare rechtliche Regelungen, Beschränkung der zugriffsberechtigten Gruppen, nutzungsbezogene Anonymisierungsroutinen und griffige Kontrollmechanismen. Die Datenspeicherung muss in der Schweiz erfolgen.
Polizeidienst für Ausländer/-innen
Im Kanton Bern ist für den Polizeidienst die Schweizer Staatsangehörigkeit erforderlich. Sollen in Zukunft auch Ausländer/-innen mit C-Niederlassungsbewilligung zugelassen werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Verschärfter Umgang mit Demonstrationen
Soll der Umgang mit Demonstrationen verschärft werden (Verschärfung Bewilligungspflicht, härteres Durchgreifen der Polizei bei unbewilligten Demonstrationen, konsequentere Verrechnung von Polizeikosten)?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Demonstrationsfreiheit ist ein in der Bundesverfassung verankertes, vom Völkerrecht geschütztes Grund- und Menschenrecht. Es darf nicht durch übermässige Auflagen eingeschränkt werden. - Polizeikosten an unbewilligten und/oder gewalttätigen Demonstrationen sollen jedoch konsequent und umfassend den Organisatoren und/oder Teilnehmenden verrechnet werden.
Nationalität in Polizeimeldungen
Soll im Kanton Bern in Polizeimeldungen standardmässig die Nationalität von Tatverdächtigen genannt werden?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Die Nationalität/Herkunft soll genannt werden, wenn sie für die Tat relevant ist. - Dies dient der Transparenz und der Aufklärung von Zusammenhängen, um Vorurteilen und Verdächtigungen vorzubeugen, die durch Schweigen erzeugt werden. Nur eine Nennung ermöglicht der Bevölkerung ein realistisches Sicherheitsgefühl. - Gleichzeitig besteht die Gefahr von Stereotypisierung, Stigmatisierung und Förderung von Rassismus. Darum ist eine regelmässige Kontextualisierung in der öffentlichen Debatte wichtig.
Erhöhte Polizeipräsenz
Befürworten Sie eine stärkere sichtbare Präsenz der Polizei?
| Nein | Eher nein | Eher ja | Ja |
|---|---|---|---|
Kommentar
Sichtbarkeit der Polizei erhöht Sicherheitsgefühl der Bevölkerung und wirkt präventiv bei der Verbrechensbekämpfung.
Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
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Vollzeit-Kinderbetreuung
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Für ein Kind ist es am besten, wenn ein Elternteil Vollzeit für die Kinderbetreuung zu Hause bleibt."
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Bestrafung Krimineller
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
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Umweltschutz
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zu Lasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
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Kommentar
Verantwortung liegt bei Gemeinden. - Umfang von gemeinnützigem Wohnungsbau hat sich u.a. an Mietkostenniveau, Leerwohnungsziffer, Sozial-, Gesellschafts-, Einkommens- und Wirtschaftsstruktur zu zu orientieren.