Lukas Wyss
Grünliberale Partei | 14.09.5
Sozialstaat, Familie & Gesundheit
Förderung gemeinnütziger Wohnungsbau
Soll der Kanton den gemeinnützigen Wohnungsbau finanziell stärker fördern (z.B. finanzielle Unterstützung von Wohnbaugenossenschaften)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Ergänzungsleistungen für Familien
Sollen im Kanton Bern Ergänzungsleistungen für Familien mit tiefem Einkommen eingeführt werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Ergänzungsleistungen müssen gezielt erfolgen, damit Kinder kein Armutsrisiko darstellen aber Arbeit sich weiterhin lohnt.
Verschärfung Sozialhilfe
Befürworten Sie Verschärfungen im Bereich der Sozialhilfe (z.B. vereinfachte Überwachung bei Verdacht auf Missbrauch)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Überwachungsmassnahmen sind bei Bedarf bereits möglich. Untersuchungen weisen darauf hin, dass mehr Überwachung die damit verbundenen Kosten nicht einbringen würden.
Ausbau Elternzeit
Soll die bezahlte Elternzeit über die aktuellen 14 Wochen Mutterschaftsurlaub und zwei Wochen Vaterschaftsurlaub hinaus ausgebaut werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Das kann aber keine kantonale Aufgabe sein.
Erhöhung Prämienverbilligung
Soll die Prämienverbilligung erhöht werden, so dass niemand mehr als 10% seines verfügbaren Einkommens für die Krankenversicherung bezahlen muss?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Eine solche Massnahme wäre sehr teuer und würde die Anreize zur Schaffung eines effizienteren Gesundheitssystems reduzieren.
Stärkung kantonale Spitalplanung
Befürworten Sie eine stärkere Steuerung der Spitalplanung und Gesundheitsversorgung durch den Kanton (z.B. Konzentration der Gesundheitsleistungen)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Das Gesundheitswesen stellt in vielen Teilgebieten kein funktionierender Markt dar. Kantonale Koordination scheint daher geeignet, die Kostenentwicklung zu begrenzen.
Schule & Bildung
Integratives Schulmodell
Gemäss dem Konzept der integrativen Schule werden Kinder mit Lernschwierigkeiten oder Behinderungen grundsätzlich in regulären Schulklassen unterrichtet. Befürworten Sie dies?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Die Frage ist polemisch gestellt. Tatsächlich ist es ja so, dass zwar der Grundsatz der integrativen Schule gilt, jedoch Raum für pragmatische Lösungen zum Wohl aller beteiligten Kinder besteht. So werden bei weitem nicht alle Kinder mit Lernschwierigkeiten oder Behinderungen in Regelklassen unterrichtet. Der aktuelle Ansatz ist vernünftig.
Separativer Unterricht
Sollten Kinder mit geringen Deutschkenntnissen zunächst in separaten Klassen unterrichtet werden, bis sie ein bestimmtes Sprachniveau erreicht haben?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Das ist in manchen Fällen sinnvoll für das betroffene Kind, ohne dass die Massnahme zu einem Ausgrenzen fremdsprachiger Kinder verkommt.
Erste Fremdsprache Englisch
Soll im Kanton Bern anstelle einer Landessprache (Französisch bzw. Deutsch) Englisch als erste Fremdsprache unterrichtet werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Kenntnisse mindestens einer zweiten Amtssprache sind nicht nur enorm wichtig für den Zusammenhalt in der Schweiz und im Kanton Bern sondern auch für viele berufliche Laufbahnen, insbesondere im Kanton Bern, auch wenn das für die Motivation der Schulkinder oft wenig nützt. Englisch erlernt man auch so
Förderung gleiche Bildungschancen
Soll sich der Kanton stärker für gleiche Bildungschancen einsetzen (z.B. mit Förderunterricht-Gutscheinen für Schüler/-innen aus Familien mit geringem Einkommen, Erhöhung Stipendien)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Gleiche Bildungschancen für alle sozialen Hintergründe sind wichtig. Die Volksschule legt zurecht viel Gewicht auf individuelle Förderung und das durchlässige Bildungssystem der Schweiz leistet danach einen hervorragenden Beitrag für soziale Mobilität. Bei Förderunterrichtgutscheinen sehe ich aber die Gefahr mangelnder Zielgenauigkeit und problematischer Subventionen für private Anbieter.
Migration & Integration
Stimmrecht für Ausländer/-innen
Sollen Ausländer/-innen, die seit mindestens zehn Jahren in der Schweiz leben, das Stimm- und Wahlrecht auf Gemeindeebene im Kanton Bern erhalten?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Gemeinden sollten dies ermöglichen können. Demokratie profitiert grundsätzlich von mehr Teilhabe. Gleichzeitig fallen Argumente für eine Verknüpfung des Stimm- und Wahlrechts mit der Staatsbürgerschaft auf Gemeindeebene weniger ins Gewicht als auf Bundesebene: Langjährige Einwohnerinnen und Einwohnern mit ausländischem Pass identifizieren sich nicht weniger mit ihrer Gemeinde als Schweizerinnen und Schweizer, die vor wenigen Wochen zugezogen sind, aber bereits wählen und abstimmen dürfen.
Direkte Aufnahme von Geflüchteten
Soll sich der Kanton Bern dafür einsetzen, dass mehr Geflüchtete aus Lagern direkt vor Ort (z.B. Griechenland, Gaza) in der Schweiz aufgenommen werden (sogenannte Resettlement-Flüchtlinge)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Das ist keine Kantonsaufgabe sondern Sache des Bundes und internationaler Organisationen.
Integrationsförderung Ausländer/-innen
Soll der Kanton Bern Ausländer/-innen bei der Integration stärker unterstützen (z.B. ausgebaute Sprachförderung, zusätzliche Sozialarbeiter/-innen)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Die Allgemeinheit hat ein Interesse an einer erfolgreichen Integration der hier anwesenden Ausländerinnen und Ausländer.
Verschärfung Einbürgerungsrecht
Soll das kantonale Einbürgerungsgesetz verschärft werden (z.B. höhere Sprachkenntnisse)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Sprachkenntnisse sind wichtig, aber die aktuellen Anforderungen sind ausreichend.
Bezahlkarten für Asylsuchende
Begrüssen Sie die Einführung von Bezahlkarten für Asylsuchende (anstelle von Bargeld)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Der Trend geht in vielen europäischen Ländern in diese Richtung. Bei laufenden und abgewiesenen Asylgesuchen erscheint die Massnahme angemessen.
Kündigung Bilaterale Verträge
Soll die Schweiz die Bilateralen Verträge mit der EU kündigen und ein Freihandelsabkommen ohne Personenfreizügigkeit anstreben?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die bilateralen Verträge sind für die Schweiz gerade angesichts der unzuverlässigen Handels- und Aussenpolitik der USA besonders wertvoll.
Gesellschaft, Kultur & Ethik
Erneuerung Kunstmuseum Bern
Der Kanton möchte sich mit rund 81 Mio. CHF an der Sanierung und dem Ersatzneubau des Kunstmuseums Bern beteiligen (Sanierung Altbau und Ersatz des sog. Atelier-5 Erweiterungsbaus). Befürworten Sie dies?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Ich verstehe die ablehnenden Reaktionen zur Finanzierung des Projekts Zukunft Kunstmuseum Bern, angesichts des Betrages und da der Kanton den Löwenanteil stemmt. Aber der Kanton ist Träger der Kunstmuseums und ohne Neubau wäre eine Sanierung unvermeidlich. Die Kosten der Sanierung wären für den Kanton nur wenig tiefer als für das Neubauprojekt. Der Mehrwert des Neubaus rechtfertigt m.E. die Mehrkosten.
Legalisierung Cannabis
Soll sich der Kanton Bern für eine Legalisierung von Cannabis einsetzen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Das ist keine kantonale Aufgabe. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass die Kriminalisierung von Cannabis wenig nützt und im Vergleich zu Alkohol und Tabak inkonsistent ist. Gleichzeitig ist Cannabis heute potenter als vor dreissig Jahren, und wissenschaftliche Belege für dessen neurologische Schädlichkeit sind inzwischen deutlich. Von dem her würde ich keine Werbung für Cannabis sehen wollen.
Verbot geschlechtsneutraler Sprache
Soll kantonalen Stellen (Behörden, Schulen) die Verwendung von geschlechtsneutraler Sprache mittels Genderstern oder ähnlichen Zeichen in der schriftlichen Kommunikation verboten werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Die aktuelle Behördenkommunikation dünkt mich OK und entspricht m.E. dem sprachlichen Mittelfeld. Der Kanton muss mit seiner Sprache weder avantgardistisch noch traditionalistisch sein.
Tierische Produkte in Kantinen
Sollen kantonseigene Kantinen und Personalrestaurants eine Verpflegung mit tierischen Produkten anbieten müssen (z.B. Verzicht auf rein vegane Mensen an der Universität)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Welch fantastisch polemische Frage, zielgenau an den tatsächlichen Problemen vorbei. Die Uni hat zu keinem Zeitpunkt rein veganen Mensen geplant. Es wäre auch nicht OK, wenn über politische Hebel eine solche schwer ausgewogen zu haltende Ernährungsweise für alle Studierenden forciert würde. Genauso wenig ist es OK, diese Scheindebatte politisch zu bewirtschaften oder Mensen politisch zu behindern, wenn sie auf Nachfrage nach veganen Angeboten eingehen wollen.
Direkte Medienförderung
Befürworten Sie eine direkte Medienförderung durch den Kanton (z.B. finanzielle Unterstützung von Medien für die regionale und kantonale Berichterstattung)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Regionale und kantonale Berichterstattung ist genau das, was bei den sich konsolidierenden nationalen Medien und erst recht bei Gratisangeboten zu kurz kommt. Indirekte Medienförderungen wirkt hier nur ungenau. Eine wirkungsvolle direkte Medienförderung, welche gerade jüngere Menschen trotz sich wandelnder Medienkonsumgewohnheiten erreicht und nicht nur bestehende Strukturen zementiert und zu Mitnahmeeffekten führt, ist aber enorm schwierig. Ich bin skeptisch, dass sich das für den Kanton lohnt.
Finanzierung Landeskirchen
Der Kanton Bern unterstützt die Landeskirchen jährlich mit rund 73 Millionen Franken (Sockelbeitrag und gesamtgesellschaftliche Leistungen). Befürworten Sie dies?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Die Besoldung der Pfarrer und Priester eine Verpflichtung, welche der Kanton im Austausch für die Verstaatlichung kirchlicher Grundstücke eingegangen ist. Wenn ich die Thematik richtig verstehe, kann sich der Kanton aus dem grössten Teil der Zahlungen nicht einfach so herauswinden, auch wenn eine staatliche Besoldung wenig zeitgemäss wirkt. Bern ist aber insgesamt gegenüber den Kirchen grosszügiger als andere Kantone. Insofern erscheint Zurückhaltung im Rahmen des Möglichen angezeigt.
Finanzen & Steuern
Steuersenkung
Befürworten Sie die geplante Senkung der Steueranlage auf kantonaler Ebene in den nächsten vier Jahren?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Der Staat sollte nur soviel Steuern erheben wie nötig.
Lockerung Schuldenbremse
Soll die kantonale Schuldenbremse gelockert werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die kantonale Schuldenbremse ist gut austariert.
Individualbesteuerung
Sollen Ehepaare künftig als Einzelpersonen besteuert werden (Individualbesteuerung)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Nur so erreicht man eine konzeptionell saubere Vermeidung de Heiratsstrafe.
Anpassung Finanzausgleich
Der Kanton Bern hat den Finanzausgleich so angepasst, dass die Städte Burgdorf und Langenthal neu für Zentrumslasten entschädigt werden und die Stadt Bern weniger Geld erhält. Befürworten Sie dies?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Burgdorf und Langenthal erfüllen regionale Zentrumsfunktionen.
Steuer auf Zweitliegenschaften
Soll der Kanton Bern im Zuge der Abschaffung des Eigenmietwerts eine zusätzliche Steuer auf Zweitliegenschaften ermöglichen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die Abschaffung des Eigenmietwertes ist nicht budgetneutral und wirkt degressiv. Eine Steuer auf Zweitliegenschaften würde beide Effekte tendenziell kompensieren.
Wirtschaft & Arbeit
Teilprivatisierung BEKB
Soll der Kanton Bern seine Beteiligung an der Berner Kantonalbank (BEKB) auf unter 50 Prozent reduzieren (Teilprivatisierung)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Der Kanton Bern profitiert davon, wenn Entscheidungszentren von mittleren und grossen Unternehmungen aus wertschöpfungsstarken Branchen hier angesiedelt sind. Mittelfristig ist bei Privatisierung der BEKB denkbar, dass diese von einer Bank aus einer anderen Region der Schweiz übernommen würde.
Einführung kantonaler Mindestlohn
Befürworten Sie die Einführung eines für alle Arbeitnehmenden gültigen Mindestlohnes von CHF 4'200 für eine Vollzeitstelle (ca. CHF 24 pro Stunde)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Mindestlöhne sind nicht grundsätzlich zu verteufeln. Aber 4200.- ist im Vergleich zu anderen Kantonen hoch, und jene Kantone, die ähnlich hohe Mindestlöhne kennen (GE, BS), sind wirtschaftlich deutlich homogener als Bern. Ich gehe davon aus, dass ein Mindestlohn von dieser Höhe in unserem Kanton die Arbeitslosigkeit erhöhen würde, insbesondere in peripheren Lagen.
Liberalisierung Geschäftsöffnungszeiten
Befürworten Sie eine vollständige Liberalisierung der Geschäftsöffnungszeiten (Festlegung nach freiem Ermessen unter Berücksichtigung des Arbeitsgesetzes)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Flexiblere Ladenöffnungszeiten stärken die schwierige Wettbewerbsposition von Läden gegenüber Online Shops. Den Arbeitnehmenden in den Läden ist mit Blick auf ihre Arbeitszeiten nicht gedient, wenn sie mittelfristig nur noch bei Kurierdiensten oder Versandzentralen eine Anstellung finden.
Kontrolle Lohngleichheit Frauen/Männer
Befürworten Sie eine strengere Kontrolle der Lohngleichheit von Frauen und Männern (z.B. bei Unternehmen, die kantonale Aufträge erhalten)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Lohngleichheit für gleiche Qualifikationen und Leistungen ist wichtig. Aber es bestehen hierzu bereits Anforderungen und Kontrollmechanismen. Ein gesellschaftlicher Wandel dieser Art braucht auch einfach seine Zeit.
Regulierung Taxi-Plattformen
Befürworten Sie eine stärkere Regulierung von Plattformen, die Taxidienste vermitteln (z.B. Bewilligungspflicht für Uber-Taxis)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Die Regulierung sollte an Gig-Economy-Plattformen dieselben Anforderungen stellen wie an traditionelle Taxidienste. Das Berner Taxi-Gesetz ist diesbezüglich bereits relativ streng.
Service Public im ländlichen Raum
Soll der Kanton das Service-Public-Angebot (z.B. öffentlicher Verkehr, Verwaltungsdienstleistungen) in ländlichen Gebieten stärker unterstützen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Solange der motorisierte Individualverkehr seine externen Kosten nicht selber trägt, ist es nicht sinnvoll, beim öffentlichen Verkehr auf Kostenwahrheit zu bestehen.
Umwelt & Energie
AKW-Neubau erlauben
Soll sich der Kanton Bern für eine Aufhebung des Verbots für neue Atomkraftwerke einsetzen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Weder ist das eine kantonale Aufgabe noch wäre das eine sinnvolle Massnahme auf Bundesebene. Neue Atomkraftwerke kämen zu spät und würden in der Zwischenzeit den Ausbau erneuerbarer Energien behindern. Atomkraftwerke tragen die Kosten für ihre Risiken und die Entsorgung radioaktiver Abfälle nie selber. Dies stellt eine staatliche Subvention dar.
Ökologische Auflagen Landwirtschaft
Soll der Kanton die ökologischen Anforderungen für verpachtete Landwirtschaftsflächen erhöhen (z.B. Verbot synthetischer Pestizide)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Hier besteht Verbesserungspotenzial, das auch wirtschaftlich zumutbar ist.
Förderung erneuerbarer Energien
Sollen die kantonalen Förderbeiträge für erneuerbare Energie im Gebäudebereich erhöht werden (z.B. für Heizungsersatz oder Ladeinfrastruktur für Elektromobilität)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Im aktuellen System sind die Mitnahmeeffekte erheblich. Statt eines Ausbaus erscheint mir hier eine Erhöhung der Wirksamkeit erstrebenswert.
Strengerer Tierschutz
Befürworten Sie strengere Tierschutzregelungen für die Haltung von Nutztieren (z.B. permanenter Zugang zum Aussenbereich)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Grundsätzlich ist der Tierschutz zu erhöhen, unter Berücksichtigung der Entwicklung in der EU. Die Regelung des Tierschutzes ist aber Bundesaufgabe, der Kanton ist zuständig für den Vollzug.
Ausbau Wasserkraft
Befürworten Sie einen Ausbau der Wasserkraftwerke im Grimsel- und Sustengebiet?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Der Landschaftsschutz ist bei solchen Projekten zwar zu berücksichtigen und abzuwägen, Klimaschutz und Energiesicherheit sind aber in der Regel wichtiger als Landschaftsschutz.
Schutz Grossraubtiere
Soll der Kanton Bern den Schutz der Grossraubtiere (Wolf und Luchs) stärker gewichten (z.B. Reduktion der präventiven Abschüsse)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Ein Nebeneinander muss möglich sein. Der Rückgang der Artenvielfalt ist eines der wenigen wirklich existenziellen unserer Gesellschaft.
Verkehr
ÖV-Ausbau
Soll der Kanton mehr Mittel für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs bereitstellen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Da beim motorisierten Individualverkehr keine Kostenwahrheit besteht, muss der öffentliche Verkehr unterstützt werden. Dies sollte aber so geschehen, dass die Zersiedelung nicht verstärkt wird.
Autobahnausbau
Befürworten Sie den geplanten Ausbau der Autobahn A1/A6 bei Bern (u.a. Bypass Bern Ost, Anschluss Wankdorf, Spurausbau Wankdorf-Schönbühl)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Mehr Strassen schaffen über kurz oder lang mehr Verkehr. Mögliche Vorteil neuer Strassen kann zwar sein, dass der Verkehr für die Anwohnerschaft auf verträglichere Routen gelenkt wird. Bei den erwähnten Projekten überwiegen aber m.E. die Nachteile.
Ausbau Langsamverkehr
Soll im Kanton Bern die Infrastruktur für den Langsamverkehr (z.B. Velowege) schneller ausgebaut werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Veloverkehr hat noch viel Potenzial zur Entlastung der Strassen. Für eine effizienten Ausbau müssen solche Projekte aber mit der Planung von ErneuerungsaArbeiten abgestimmt sein.
Verbot Tempo 30
Befürworten Sie ein Verbot von Tempo 30 auf verkehrsorientierten Strassen innerorts?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Die Situation vor Ort muss berücksichtigt werden können.
Politisches System & Digitalisierung
Digitale Kantonsverwaltung
Soll der Kanton dazu übergehen, seine Dienstleistungen nur noch digital anzubieten ("Digital-Only"-Prinzip)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die Zugänglichkeit muss für alle Bevölkerungsgruppen gewährleistet sein.
Digitale Unterschriftensammlung
Soll sich der Kanton für die Einführung von E-Collecting einsetzen (digitale Unterschriftensammlung für Volksinitiativen und Referenden)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Beim Unterschriftensammeln fallen mögliche Sicherheitsbedenken weniger ins Gewicht als beim Wählen und Abstimmen.
Ausbau Entwicklungszusammenarbeit
Soll der Kanton Bern sein finanzielles Engagement bei der Entwicklungszusammenarbeit ausbauen?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Entwicklungszusammenarbeit ist Aufgabe des Bundes.
Strikte Neutralitätspolitik
Soll die Schweiz ihre Neutralität strikter auslegen (Verzicht auf wirtschaftliche Sanktionen)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die Neutralität muss der Schweiz dienen, nicht die Schweiz der Neutralität.
Sicherheit & Polizei
Ausbau Videoüberwachung
Befürworten Sie einen Ausbau der Videoüberwachung im öffentlichen Raum?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Das Sicherheitsbedürfnis kann punktuelle Videoüberwachung rechtfertigen, grundsätzlich erscheint mir aber Zurückhaltung angebracht.
Polizeidienst für Ausländer/-innen
Im Kanton Bern ist für den Polizeidienst die Schweizer Staatsangehörigkeit erforderlich. Sollen in Zukunft auch Ausländer/-innen mit C-Niederlassungsbewilligung zugelassen werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
|---|---|---|---|
Comment
Personen ohne schweizerische Staatsbürgerschaft können - zurecht - in der Verwaltung je nach Rolle Gesetze mitschreiben oder deren Einhaltung überwachen. Ich sehe nicht, warum sie dann nicht auch im Polizeidienst die Einhaltung von Gesetzen überwachen können sollten.
Verschärfter Umgang mit Demonstrationen
Soll der Umgang mit Demonstrationen verschärft werden (Verschärfung Bewilligungspflicht, härteres Durchgreifen der Polizei bei unbewilligten Demonstrationen, konsequentere Verrechnung von Polizeikosten)?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Die Polizei zieht zurecht jeweils in Betracht, ob ein Eingreifen in der jeweiligen Situation zielführend und verhältnismässig ist. Das soll sie weiterhin tun können.
Nationalität in Polizeimeldungen
Soll im Kanton Bern in Polizeimeldungen standardmässig die Nationalität von Tatverdächtigen genannt werden?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Auch wenn bei gewissen Delikten ausländische Staatsangehörige als Täterschaft übervertreten sind, sind diese Personen individuell zur Rechenschaft zu ziehen und nicht deren Landsleute kollektiv an den Pranger zu stellen.
Erhöhte Polizeipräsenz
Befürworten Sie eine stärkere sichtbare Präsenz der Polizei?
| No | Rather no | Rather yes | Yes |
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Comment
Eine Sichtbare Präsenz der Polizei besteht in ausreichendem Ausmass und das ist gut so.
Werthaltungen
Freie Marktwirtschaft
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Von einer freien Marktwirtschaft profitieren langfristig alle."
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Comment
Die Marktwirtschaft trägt besser zum Wohlstand bei als andere Systeme. Damit sie aber zu einer fairen Verteilung des Wohlstands führt und stabil bleibt, sind in verschiedenen Bereichen Eingriffe gerechtfertigt.
Vollzeit-Kinderbetreuung
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Für ein Kind ist es am besten, wenn ein Elternteil Vollzeit für die Kinderbetreuung zu Hause bleibt."
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Comment
Dafür sehe ich keine Anhaltspunkte in meinem Umfeld. Mindestens ist klar, dass auch Kinder aus Zweiverdienerhaushalten gut gedeihen können und das andere Faktoren relevanter sind für die Resilienz von Kindern. Wenn es finanziell drin liegt, dass beide Elternteile Vollzeit für die Kinderbetreuung da sind, wäre es vermutlich noch besser...
Bestrafung Krimineller
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Die Bestrafung Krimineller ist wichtiger als deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft."
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Comment
Bestrafung ist auch wichtig für das Gerechtigkeitsempfinden der Leute. Aber wenn diese übermässig auf Kosten der Wiedereingliederung erfolgt, schadet das der Gesellschaft mehr als es nützt.
Umweltschutz
Wie beurteilen Sie die folgende Aussage: "Ein stärkerer Umweltschutz ist notwendig, auch wenn er zu Lasten des Wirtschaftswachstums durchgesetzt werden muss."
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Comment
Umweltschutz und insbesondere der Schutz von Kima und Biodiversität sind existenzielle Probleme für unsere Gesellschaft. Das Wirtschaftswachstum scheint sich nur kurzfristig stärker auf uns auszuwirken. Also sollten die Prioritäten klar sein. Aber insgesamt bin ich der Überzeugung, dass eine möglichst frühzeitige Transition weg von fossiler Energie Wettbewerbsvorteile bringt und sich die Reduktion der Kosten von Klimawandel und Rückgang der Biodiversität auch wirtschaftlich auszahlt.
Comment
Gemeinnützigen Wohnbau kann die Durchmischung von Quartieren fördern. Gemeinden können dies durch ihre Raumplanung fördern. Reine Finanzhilfe ist aber problematisch, da sie jene, die leer ausgehen, nur noch stärkerem Preisdruck aussetzt. Darum soll gemeinnütziger Wohnungsbau Gemeindeaufgabe bleiben. Gegen Wohnungsnot hilft letztlich nur ein grösseres Wohnungsangebot an guten Agglomerationslagen.